13. Mai 2010
Wer hat nicht schon mal auf das hässliche Gnome-Panel geguckt und sich gewünscht es wäre einfach irgendwie… hübscher. Mittlerweile kann man mit dem Avant-Window-Navigator eine Taskleiste hinzaubern, die der von Windows 7 oder Apple ähnlich sieht! Uhr, Batterie, Power-Button, Programme oder Ordner – alles kein Problem. Als Ersatz für das NetworkManager-Applet gibt es allerdings noch keinen adäquaten in Fedora eingebauten Ersatz, was die ganze Sache ziemlich schnell als echte Alternative unbrauchbar machen würde. Zum Glück haben ein paar Programmierer trotzdem gute Arbeit geleistet (siehe hier) und das nm-applet durch eines für den AWN ersetzt. Für Fedora gibts wieder mal hier einfach zu installierende Versionen (Paket für Fedora 13 x86_64, Paket für Fedora 13 i686, Source-RPM), die man wie üblich mittels yum localinstall --nogpgcheck package.rpm installieren sollte (danach kann man das Applet dann in den AWN-Einstellungen hinzufügen). Da immer nur ein Applet auf das Netzwerk zugreifen kann, sollte man sicherstellen, dass nm-applet vor dem Aufruf von Avant-Window-Navigator gekillt wird. Dann mittels AWN Settings noch das Glass Theme installieren – anschließend hat man dann eine nette Taskleiste ohne hässliches Gnome-Panel!
31. März 2010
Unsere Politiker im Bundestag sollen sich in den nächsten zwei Jahren in einer “Internet-Kommission” um Lösungen zu Problemen bemühen, die es derzeit nicht gibt. Urheberrecht hier – agitieren die einen Lobbyvertreter der FDP, Kinderpornographie da – krächzen anderen Gutmenschen mit Verfolgungswahn und verlagern den Ursprung des Geschehens gerne irrealerweise ins Internet (siehe Spiegel-Redakteurinnen oder BKA-Chef) und haben mit diesem digitalen Medium endlich den lang gesuchten Sündenbock für menschliche Verfehlungen ausfindig gemacht. Bravo.
Es bleibt natürlich zu hoffen, dass sich die Weisheit ähnlich der Entropie im Universum immer nur vergrößert. Aber dann stellt sich z.B. beim neuen Personalausweis mit eID, der im November definitiv starten wird, die Frage, warum unsere Politiker offensichtlich zu beschränkt sind, um hier nicht gleich die digitale Signatur mit einzuführen. Biometrische Daten gerne, aber Nutzen für den Bürger? Das hat offenbar noch Zeit. Stattdessen bleibt der Ausweis nur signaturfähig, das dazugehörige Zertifikat muss man allerdings teuer erstehen. Wer da noch Verständnis aufbringen kann, muss ein Herz aus Gold haben. In Jülich sollen demnächst mit Steuermillionen noch mehr Petaflops rollen mit Hilfe von hunderttausenden Prozessorkernen, aber der Bundesbürger soll sich extra ein preiswert errechenbares Zertifikat teuer erkaufen, damit er zu einer digitalen Signatur kommt, die ihm im Internet endlich auch mal etwas bringen würde anstatt nur Daten von sich preiszugeben mittels elektronisch zweifelhafter Systeme. Und welche CA wäre vertrauenswürdiger als die BRD mit ihren Bürgerämtern, wo die Richtigkeit der Person ja per se sowieso überprüft wird? Zudem gibt es wohl kaum einen besseren Zufallsgenerator als das Passbild und die anderen personenbezogenen Daten. Fazit: Unsere Bundestagsabgeordneten brauchen keine Kommission, denn zur Entscheidungsfindung sind sie ohnehin nicht fähig genug, technische Nachhilfe wäre wohl der bessere Zeitvertreib.
19. August 2009
Gestern
Schon bei meinem alten Acer Travelmate hatte ich den Hang zu eigenartigen Hardware-Upgrades, allerdings möchte ich betonen, dass Intel durch ihre WLAN-Adapter gehörig zu diesem pathologischem Verhängnis beiträgt. Damals tauschte ich den ersten Intel Pro Wireless 2100B gegen einen Atheros 24xy-11abg Adapter, der den Laptop tatsächlich funkfähig machte (vorher konnte davon eigentlich keine Rede sein).
Heute
Beim Kauf des T500 dachte ich dann zuerst “Na gut, es ist nur der billigste Intel 5100, aber es wird jawohl ausreichen.” Die Performance ließ aber zu wünschen übrig, egal ob unter Windows oder Linux. Dazu gesellten sich noch eigenartige Systemhänger, Probleme beim Wake-Up usw. Verbindungen wurden entweder gar nicht hergestellt, oder extrem schleppend und dann auch noch unzuverlässig. Gar nicht witzig fand ich dann den Workaround von Intel, die 51×0 Adapter per Treiber auf 130 MBit/s zu beschränken (obwohl eigentlich komplett 11n-fähig!). Und tatsächlich haben die Systemabstürze offensichtlich mit der Geschwindigkeit zu tun, verschiedene Leute berichten und Linux Systemabstürze nach einer voll ausgelasteten WLAN-Verbindung, auch bei mir trat dieser Fehler auf. Also wieder eine Intel-Krücke im Laptop, na schönen Dank auch. Nun stellte sich die Frage, welcher Ersatz zu beschaffen wäre. Atheros? 9000er Serie? Open Source ath9k Treiber vom Hersteller? Bingo! Atheros verzichtet bei allen 9000er m.W. auf die dritte 11n-Antenne, da ihre Untersuchungen nur leichte Verbesserungen ergeben haben. Mir erscheint das durchaus plausibel – in dem ganzen Funk-Wirrwarr werden sowieso nur die wenigsten 3-Antennenadapter auf die volle Übertragungsbandbreite kommen.
Trickreich
Nun, beim Travelmate musste man nur Pin 13 auf dem neuen Mini PCI-Adapter abkleben, dann ging alles wie von selbst (allerdings ohne Hardware-Schalter und ohne LED). Leider ist das bei Lenovo/HP/IBM Laptops etwas schwieriger – die Fehler 1802 und Konsorten lassen grüßen. Damit verhindern große OEM-Hersteller, dass Fremdkarten in ihre Laptops eingebaut werden, das geschieht über eine sogenannte Whitelist im BIOS des Rechners. Hier werden für alle zugelassenen Karten die eindeutigen Vendor und die Produkt IDs abgelegt, falls er die Kombination für den neuen Adapter dann beim Starten nicht findet, blockiert das BIOS den Start.
Des Rätsels Lösungen…
…sind vielfältig. BIOS manipulieren, neue Karte manipulieren, Treiber manipulieren, etc. Für Thinkpad-Fans neuerer Modelle gibt es m.E. nach nur eine praktikable Lösung und das sind die BIOS-Mods von Zender, die man mit guten Quellen (in der Regel nur per PN im Forum http://forum.thinkpads.com) im Netz auftreiben und benutzen kann, um seinen Rechner zu flashen. Für die richtigen Nerds bleibt außerdem noch der spannende BIOS-Selbstbau nach Yen’s Art (siehe hier). Als zusätzlichen “Mod” bleibt allerdings immer noch das Abkleben des Pins 20 auf der Mini-PCI-Express-Karte, ansonsten wird diese vom BIOS nicht aktiviert. Danach funktioniert aber sogar die eingebaute LED des Thinkpads!
…und morgen?
Nach zwei Wochen Testbetrieb kann ich nun konstatieren: Es lohnt sich immer, Intel-Wireless-Adapter auszutauschen. Ich habe keine Probleme mit dem Uni-Netzwerk (802.1x, a-Band), keine Probleme mit meinem N-Router zu Hause, keine plötzlichen System-Hänger bei WLAN-Auslastung und auch keine komischen PCI-Events mehr. Und die Bitrate konnte ich auch noch steigern von max. 130 MBit/s auf 250 MBit/s. Meine Liebe gilt nun auf ewig Atheros (bis sich etwas Besseres findet)!
25. Juni 2009
Wir sind alle Opfer der ausufernden Kommunikationsdienste. Zumindest für twitter gibt es Abhilfe, was die Einbindung unter Pidgin (Linux und Windows) angeht – ich habe die aktuelle Version des Plugins 0.2.2 für Fedora gebaut, ein Dank geht an den Verfasser der ersten Version der spec-Datei Ismael Olea und natürlich an die mbpurple-Entwickler (die Webseite des Projekts findet ihr hier: microblog-purple at Google-Code)!
Für eure eigenen Fedora-Systeme könnt ihr das Source-Paket selbst neu bauen nach der Anleitung weiter unten (die war analog für Pidgin 2.5.xyz).
Downloads:
- pidgin-microblog-0.2.2-1.fc10.i386.rpm Pidgin-Twitter-Plugin
- pidgin-microblog-0.2.2-1.fc10.x86_64.rpm Pidgin-Twitter-Plugin
- pidgin-microblog-0.2.2-1.fc10.src.rpm Pidgin-Twitter-Plugin Source
Viel Spaß beim twittern
10. März 2009
Wieder mal zickt AOL rum und will fremde Nutzer aussperren… leider gibt es in den FC10 Repos noch keine 64 Bit Version vom aktualisierten Pidgin (2.5.5), daher hab ich mich selbst aufgeopfert :-p Zu finden sind meine persönlichen Pakete für fc10.x86_64 unter http://amor.cms.hu-berlin.de/~schumanr/pidgin-2.5.5-fc10/.
Wer lieber selbst bauen möchte, sollte hier weiterlesen:
1. Sourcen laden: hier
2. $ sudo yum install rpmbuild yum-utils rpmdevtools (Pakete zum selberbauen)
3. $ rpmdev-setuptree (Richtet den RPM-Setup-Tree unter ~/rpmbuild ein)
4. $ sudo yum-builddep pidgin-2.5.5-1.fc11.src.rpm (Abhängigkeiten installieren)
5. $ rpm -ivh pidgin-2.5.5-1.fc11.src.rpm (Sourcen installieren)
6. $ cd ~/rpmbuild/SPECS
7. $ rpmbuild -bb --target=`uname -m` pidgin.spec (Erstellen der Pakete)
8. $ cd ~/rpmbuild/RPMS
9. $ sudo rpm -Uvh *.rpm
Fertig!
3. Januar 2009
Die Karten für die ultimative Rockband sind endlich da!

AC/DC-Karten für Leipzig
11. Dezember 2008
Ein neu eingerichteter Blog für die Probleme und Lösungen des Alltags. Konzerterfahrungen werden möglicherweise auch gespeichert, das hängt aber stark vom Alkoholkonsum und der Erinnerungsfähigkeit ab.